Albert Heim

Die Albert-Heim-Stiftung wurde am 14. April 1929 anlässlich der SKG-Delegierten-versammlung in Bern gegründet. Der weltberühmte Geologe und Kynologe Prof. Dr. Albert Heim gab der Stiftung den Namen.

Albert Heim wurde am 12. April 1849 als zweites Kind des Kaufmanns und Bankiers Johann Konrad Heim und Sophie Elisabeth Heim (geborene Fries) in Zürich geboren.

Bereits 1872, im Alter von 23 Jahren, erfolgte seine Wahl als Nachfolger Arnold Eschers von der Linth zum Professor für technische und allgemeine Geologie am Polytechnikum. Drei Jahre später wurde er zudem Professor an der benachbarten Universität. 1875 heiratete Albert Heim Marie Vögtlin (1845–1916), die ein Jahr zuvor als erste Ärztin der Schweiz ihre eigene Praxis in Zürich eröffnet hatte, in der sie auch nach der Eheschliessung tätig war.

Albert Heims Hauptwerk galt der Erforschung der Alpen. Daneben pflegte der ETH- und Universitätsprofessor ein grosses Hobby: die Kynologie. Unter dem Zuchtstättennamen „vom Wolfbach“ züchtete er Neufundländer. Später begann er sich für die Schweizer Hunderassen zu interessieren und wurde deren grosser Förderer. Albert Heim setzte sich vehement für das Wiedererstarken der Schweizer Sennenhunderassen ein: Er half bei der Gründung des Rasseklubs für Appenzeller Sennenhunde und war massgeblich daran beteiligt, dass der Grosse Schweizer Sennenhund, der Entlebucher und der Berner Sennenhund zu eigenständigen Rassen wurden. Albert Heim beschäftigte sich mit ausserordentlich vielen kynologischen Fragen auch wissenschaftlich. An Hundeausstellungen trat er zudem als Richter auf.

Im Jahr 1987 widmete die ETH Albert Heim eine grosse Ausstellung. Weitere Details zur Biografie von Albert Heim hat Hans-Ulrich Schiedt vom Archiv für Agrageschichte zusammengetragen.

Förderer von Schweizer Hunderassen

An der Sitzung des Zentralvorstandes der SKG vom 12. Januar 1929 erging der Beschluss, zur Würdigung der grossen Verdienste von Prof. Albert Heim um die Kynologie eine Stiftung auf seinen Namen zu gründen. Das für die Stiftung historische Datum war der 14. April 1929, anlässlich seines 80. Geburtstages als die Delegiertenversammlung auf dem Gurten bei Bern unter dem Vorsitz von Dr. Otto Vollenweider dem Vorstand den Auftrag erteilte, eine Stiftung zu gründen mit dem Zwecke, die im Naturhistorischen Museum befindliche Sammlung von Tierskeletten und Hundeschädeln, zusammengetragen von Prof. Th. Studer (1845 – 1922), weiterzuführen und auszubauen.

Albert Heim starb am 31. August 1937 im Alter von 88 Jahren.

Und übrigens: Der ersten Schweizer Ärztin zu Ehren vergibt der Schweizerische Nationalfonds jährlich den Marie Heim-Vögtlin-Preis (MHV) zur Förderung qualifizierter Wissenschaftlerinnen, deren wissenschaftliche Karriere wegen familiärer Umstände erschwert ist. Seit 2009 geht der mit 25’000 Franken dotierte MHV-Preis an Beitragsempfängerinnen, die während des Förderprogramms aussergewöhnliche wissenschaftliche Leistungen erbracht haben.